Seeadler Papageientaucher und Moschusochsen in Norwegen  Juni 2023

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Fotoreise zu den Seeadler, Moschusochsen und Papageientaucher 9. - 18. Juni 2023

 

Schon längere Zeit hatte ich diese Reise auf meinem Focus, zuerst Corona und dann meine Gesundheit verzögerten dann aber das Vorhaben.

Die Reise wurde von Peter Scherbuck, Naturblick durgeführt. https://www.naturblick.com/fotoreisen-fotoexkursionen/

Ich war mit ihm vor Jahren in den Polnischen Waldkarpaten auf der Such nach dem Wolf (https://www.tonilimacher.ch/reisen/polen-waldkarpaten-2018/)

Zusammen mit Brigitte mit der ich schon mehrere Fotoreisen genoss, reisten wir einen Tag früher nach Molde, dem Ausgangspunkt der Tour. Am nächsten Tag holte uns Peter ab und wir fuhren zu unserer Unterkunft in die einsame Bucht von Eidsbygda.

 

Der Schwerpunkt unserer Fotoreise waren die im Romsdalfjord brütenden Seeadler. Dann waren Ausflüge zu den Moschusochsen im Dovrefjell und zu den Papageientaucher auf der Insel Runde geplant.

 

 

9. - 10. Juni  Reise ins Romsdalfjord

Mit dem Auto fuhr ich nach München wo ich Brigitte traf. Am Abend erreichten wir über Oslo Molde wo wir im Hotel Scandia übernachteteten. Bis Peter uns abholte hatten wir noch etwas Zeit Molde zu erkunden. Bevor wir zu unserem Haus in Eidsbygda fuhren.

 

Die Unterkunft war super, zum  ̎ Überleben ̎ hat uns Peter vorgekochte Menue’s mitgebracht für die  wir dann nur noch die Beilagen kochen mussten, so wurden wir jeden Tag mit einem guten Essen verwöhnt. 

 

11. Juni bei den Seeadlern

Bevor die erste Ausfahrt zu den Seeadlern los ging musste zuerst gefischt werden. Ralf, Werner und Rolf unterstützten Peter bei der Fischerei! (Die Seeadler sind das sehr wählerisch!!!)

Früh am Morgen starten wir in den Fjord. Peter kennt seine Adler und steuert unser Boot zu möglichen Stellen. Aber sie wollten sich nicht zeigen, Peter glaubt, dass wegen dem schönen Wetter  das flache Wasser den Vögeln genug Futter bringt und sie deshalb uns links liegen lassen!

 

Dann ging es aber plötzlich blitzschnell los! Trotz neuester Kameratechnik ist es sehr Anspruchsvoll die schnell heranfliegenden Adler beim Fischfang zu erwischen. Aber ich lasse hier lieber die Bilder sprechen! Und dann waren ja zum Glück immer wieder die Möwen die uns Toll unterhielten!

 

12.Juni Molde, Trollstiegen

Da Rolf’s Koffer erst jetzt Molde erreichte verbanden wir das Koffer holen mit einem Ausflug nach Molde und zu den geheimnisvollen Trollen in Trollstiegen. So konnten wir die wunderbare Landschaft (und ein Softeis) geniessen und uns von den Trollen verzaubern lassen.

Auf dem Rückweg besuchten wir noch eine der ältesten Stabkirche Norwegens  in Rodven.

 

13. Juni Fahrt ins Dovrefjell zu den Moschusochsen

Wir brachen bereits um 1Uhr nachts auf um die Tiere, wenn möglich in den Morgenstunden zu fotografieren. Da es zu dieser Jahreszeit immer hell ist konnten wir auf der Hinfahrt Hirsche und Elche beobachten die gemütlich auf der Strasse wanderten!

Bevor wir uns zum beschwerlichen Marsch zu den Moschusochsen aufmachten, entführte uns Peter zu einem Ort im wunderschönen Nationalpark wo er schon Blaukehlchen gesichtet hat. Die Schafe wunderten sich ob den Gestalten die da bewegungslos auf der Lauer waren, wir waren ja auch sehr sehr Skeptisch hier Braunkehlchen zu sehen!

Aber plötzlich waren sie das und wir konnten im besten Morgenlicht die wunderschönen Vögel fotografieren. Auf dem Rückweg zeigte sich auch noch ein Kranich in einem ganz speziellen Federkleid.

 

Dann erfolgte aber der, nicht nur für mich beschwerliche Aufstieg auf die Hochebene des Dovrefjell wo sich die Ochsen normalerweise aufhalten. Aber nichts ist normal in der Naturfotografie so war auch nach Stunden weit und breit kein Ochse zu sehen! Aber dann entdeckten wir doch noch eine Herde, weit oben in den Schneefeldern, für uns unerreichbar! Ein bisschen enttäuscht traten wir den Rückmarsch an. Doch kurz bevor wir unser Auto erreichten plötzlich Aufregung, ein Moschusochse keine 50 m vor uns im Wald friedlich am Blätter fressen! Was jetzt nicht ganz ungefährlich war da sie z. t. recht Angriffig sind und man 200m Abstand halten sollte. Aber was für ein Glücksgefühl dieses urtümliche Tier so nah in freier Natur so nah zu beobachten. Alle Müdigkeit ist vergessen, zufrieden und gut gelaunt traten wir den Heimweg an Zuerst aber genossen wir noch einen feinen Geburtstagskuchen als Vorfreude für meinen baldigen Geburtstag!

 

14. – 15. Juni bei den Papageientaucher in Runde

Nach einer kurzen Erholungszeit machten wir uns schon bald auf die längere Reise nach Runde. Das Wetter war vielversprechend. Nach fünf Stunden Fahrt und wieder einem längeren steilen Aufstieg erreichten wir das berühmte Brutgebiet der Papageientaucher. Es waren kaum Vögel zu sehen! Als ich Peter fragte was denn los sei meinte er nur mit einem breiten Schmunzeln im Gesicht: Toni du musst nur Geduld haben die kommen sicher!  Und Tatsächliche gegen 20.00 ging richtig die Post ab und man wusste gar nicht wohin schauen, um den richtigen Vogel ins Visier zu nehmen für ein tolles Foto. Sie im Flug zu fotografieren war eine richtige Herausforderung. Dass sie aber überhaupt nicht scheu sind, zeigte mir einer als er ganz gemütlich neben meinen Schuhen landete und ein Nickerchen machte! Wir waren etwas früh da und es waren erst wenige Küken ausgeschlüpft die gefüttert werden wollten. Einige waren immer noch mit dem Nestbau beschäftigt. Zu meiner Freude erwischte ich aber doch zwei mit den bekannten Fischen im Schnabel zum Nest fliegen. Man kann ihnen Stundenlang zuschauen, wie sie in perfekter Eleganz in die Steilwand fliegen.

Aber um 23.00 mussten wir zurück damit wir die letzte Fähre auf dem Rückweg nicht verpassten. Aber es kam ein bisschen anders: Als wir auf die Brücke zum Festland fahren wollte wurden wir aufgehalten und man teilte uns mit dass die Brücke wegen Unterhaltsarbeiten bis 01.00 Uhr gesperrt ist. Ja so verbrachten wir halt eine weitere Nacht im Auto und am nächsten Tag war etwas Erholung notwendig nach den zwei durchgemachten Nächten!

Auf dem Rückweg hatten wir aber dann doch noch Energie in das Naturschutzgebiet Nysetra zu fahren und dort die wunderschöne Aussicht auf die Fjorde zu bewundern.

 

Am Abend fuhren wir nochmals zu den Seeadler. Dies mal nicht so erfolgreich: Einmal verpasste der Adler den Fisch und beim zweiten der Fotograf den Adler im Sucher! Dafür unterhielten uns die Möwen wieder mit ihrem Gezänke.

 

 

16. Bei den Seeadlern

 

Die Fischercrew war in der Nacht noch für genügend Fische besorgt, so dass wir an meinem Geburtstag früh zu den Seeadlern aufbrechen konnten. Und was für ein Geburtstagsgeschenk für mich, bereits der erste Anflug war erfolgreich und ich hatte super Bilder auf meiner Karte. So konnte ich entspannt dem unermüdlichen Treiben der Möwen zuschauen, wie sie um jeden Bissen stritten.

Am Abend feiern wir dann noch etwas Geburtstag und lassen unsere fantastische Woche zusammen ausklingen.

 

 

 17. – 18.Juni Rückreise nach Linz

 

Leider war die spektakuläre Woche viel zu schnell vorbei und wir machten uns auf die Heimreise. Brigitte und ich übernachteten noch mal in Molde.

Wir erlebten eine grandiose Woche mit vielen spektakulären Erlebnissen. Ich bedanke mich bei dieser super Truppe für die herrlichen Tage die ich zusammen mit euch hier verbringen durfte.

Ganz besonders aber Peter, der mit seinem unermüdlichen Einsatz und enormen Wissen über die Natur alles gab und uns diese speziellen Momente erst ermöglichte.

Es war einfach schön mit Euch!

 

20. – 22.Juni Mit Brigitte in Österreich 

Zum Abschluss hat mich Brigitte eingeladen sie noch ein paar Tage in ihre " Jagdgründe" in Österreich zu begleiten.

 

In Wien besuchten wir die gar nicht scheuen Ziesel in einem grossen Feld und amüsierten uns köstlich an ihrem Verhalten. Sie sind nur in diesem Feld so zahm, wenn man sie normalerweise in den Feldern antrifft suchen sie schnell das Weite in ihren unterirdischen Gängen.

Auf einem bekannten Friedhof suchten wir auch nach den dort ansässigen Hamster. Leider war es viel zu heiss und es zeigte sich kein einziger an der Oberfläche.

  

 

So fuhren wir weiter Richtung Neusiedlersee und besuchten eine Bienenfresser Kolonie in der Nähe von Siegendorf. Bei perfektem Licht konnten wir die wunderbaren Vögel beobachten.

Es war dann aber gar nicht einfach ein Hotel am Neusiedlersee zu finden! Direkt am Rande der grössten Windkraftanlage in Österreich fanden wir dann doch noch eine Bleibe. Es irritierte mich schon ein bisschen, dass am Rande des grossen Nationalpark Neusiedlersee und einem der grössten Vogelzuggebiete Europas über 400 Windräder die Landschaft «verzieren»

Dafür genossen wir dann ein feines Nachtessen und wunderschönen Sonnenuntergang am Neusiedlersee.

Weiden am See

Am nächsten Morgen besuchten wir die Bienenfresser Kolonie in Weiden am See. Es waren nicht so viele Vögel da. Dafür bot uns ein Turmfalken Paar ein riesen Spektakel! Sie hatten in der Lösswand ein Nest wo sie ihre Jungen aufzogen. Sie waren wohl erst vor ein paar Tagen geschlüpft und wurden nun gefüttert. Es dauerte eine Zeitlang, bis sie sich mit einer grossen Maus im Schnabel dem Nest näherte. Eine grosse Herausforderung dies fotografisch festzuhalten. Am Waldrand schaute auch noch ein Wiedehopf Junges zum Loch hinaus und wartete auf die Fütterung. Wir hatten aber zu wenig Deckung und die Mutter kam leider nicht vorbei.

 

21. Juni Linz und Stift St. Florian

Am letzten Tag in Österreich fanden wir endlich mal etwas Zeit Linz zu besuchen. Es war aber sehr heiss und do waren die kühlsten Orte die schönen Kirchen von Linz und der Botanische Garten den wir besuchten.

 

Am Nachmittag fuhren wir zum nahe gelegenen Stift St. Florian ein wunderbares Stift mit grosser musikalischer Geschichte. Auf der Bruckner Orgel werden viele Konzerte gespielt.

 

 

Stift St. Florian

Am Nachmittag fuhren wir zum nahe gelegenen Stift St. Florian ein wunderbares Stift mit grosser musikalischer Geschichte. Auf der Bruckner Orgel werden viele Konzerte gespielt.

 

 

22.Juni Heimreise

 

Leider vergeht die Zeit viel zu schnell und so trat ich am morgen die Heimreise an.

Zwei wunderbare Wochen mit unzähligen Erlebnissen, mit Brigitte eine tolle Begleiterin und vor allem mit der Gewissheit dass mein Körper solche Reisen wieder zulässt.

Herzlichen Dank an Alle die dabei waren und diese Reise ermöglichten.